Konzentration:
  • Setzen Sie das Kind vorne hin. Die Haltung und das Schriftbild geben Auskunft über die Konzentriertheit des Kindes (kann sehr wechselhaft sein).
 
Leseschwierigkeiten:
  • Lassen Sie das Kind nur laut lesen, wenn es sich freiwillig meldet (kurze Passagen; Bloßstellung vermeiden).
  • Das Kind ist bei allen Textaufgaben benachteiligt. Das Vorlesen von Aufgabenstellungen in der Klasse hilft.
 
Unterricht:
  • Bemühen Sie sich um differenzierten und individualisierten Unterricht.
  • Strukturieren Sie den Lernstoff gut.
  • Vermeiden Sie kontrastive Methoden (z.B. d/t-Übungen).
  • Sprechen Sie mehrere Sinne an.
  • Viele Rotstift-Korrekturen entmutigen.
  • Beschuldigen Sie das Kind nicht der Faulheit oder der Dummheit.
 
Prüfungen/schriftliche Arbeiten:
  • Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche benötigen mehr Zeit.
  • Stress erhöht die Fehlerzahl.
  • Planen Sie für die Kinder genügend Zeit zur Selbstkorrektur von Texten ein.
  • Geben Sie dem Kind die Chance einer mündlichen Prüfung (Schreiben an der Tafel dabei vermeiden).
 
Erfolge:
  • Fördern Sie die Stärken des Kindes.
  • Loben Sie das Kind! Erfolge fördern die positive Einstellung zur Schule.

 

Benotung:
  • Beachten Sie bei der Beurteilung die “Richtlinien für die Berücksichtigung legastheniebedingter Fehler” (LSR f. Stmk. vom 8.Mai 2000, GZ:IV Bi 1/18- 2000), die für alle Schultypen in Deutsch und in den Fremdsprachen gültig sind.
  • Ersetzen Sie eine schriftliche Arbeit durch eine mündliche Prüfung (z.B. in Lerngegenständen).
 
Mitschriften:
  • Gleichzeitiges Zuhören und Schreiben fällt schwer (keine guten Mitschriften).
  • Geben Sie Hilfen zum Lernstoff in gedruckter Form.
  • Beim Abschreiben von der Tafel gibt es häufig Probleme (z.B. die Zeile wieder zu finden u.a.).
 
Hausübungen:
  • Betroffene Kinder benötigen mehr Zeit für Hausübungen und ermüden schnell.
  • Passen Sie die Hausübung der Leistungsfähigkeit des Kindes an.
  • Geben Sie die Möglichkeit Hausübungen am Computer zu schreiben.
 
Elternkontakt:
  • Bemühen Sie sich um die Zusammenarbeit mit den Eltern.
  • Beraten Sie die Eltern hinsichtlich der Unterstützung bei Hausaufgaben oder weiterer Fördermaßnahmen.
 
Individuelle Förderung:
  • Bedenken Sie, dass es unterschiedliche Schweregrade von Lese- Rechtschreibschwäche gibt. Individualförderung im Förderunterricht oder außerschulische Betreuung kann erforderlich sein.
  • Bei Verdacht auf LRS kontaktieren Sie die Eltern. Wenn nötig, stellen Sie den Kontakt zu Fachkräften zur weiteren Abklärung her (z.B. PsychologInnen, (SchulpsychologInnen).